Sie sind hier:

Startseite

Florence Hervé

Meine neuesten Bücher

Oradour-Geschichte eines Massakers / Histoire d’un massacre

Florence Hervé (Hg.)
Martin Graf: Fotografien

Am 10. Juni 1944 blieb in Oradour-sur-Glane die Zeit stehen. Das ruhige Dorf im nordwestlichen Zentralmassiv Frankreichs wurde von der SS-Panzerdivision ‚Das Reich‘ in Schutt und Asche gelegt. 642 Menschen wurden erschossen, verbrannt – in ihrer Mehrzahl Frauen und Kinder.

Der Bildtextband informiert über das Geschehen, das Massaker von Oradour und die Erhängungen in Tulle einen Tag zuvor, über die unzureichende juristische Aufarbeitung der Verbrechen, die Prozesse von Bordeaux und das Versagen der bundesdeutschen Justiz. In ihren Augenzeugenberichten beschreiben Überlebende den Ablauf der Gräueltaten.

Der Blick namhafter Künstler/innen und Schriftsteller/innen auf den Schrecken von Oradour findet seinen Ausdruck in Gedichten und Zeichnungen. Die Gedenkstätte von Oradour wird vorgestellt, über die Zukunft des Gedenkens im europäischen Zusammenhang wird informiert.

Eine besondere Bedeutung kommt den im Bildteil gebündelten, eindrucksvollen und aussagekräftigen Fotos zu.
Eine kleine Chronik und Literaturhinweise ergänzen den zweisprachigen Band.

PapyRossa Verlag Köln 2014

WIR FRAUEN Kalender 2015

PapyRossa Verlag

Erscheint Ende August.

Solidarität mit den Näherinnen in Bangladesch, den Verkäuferinnen in Deutschland und den Flüchtlingen, die gegen Isolationslager, Residenzpflicht und Abschiebung eintreten. So lauten einige Themen des Frauenkalenders 2015.

Zu Wort kommen Rebellinnen der Vergangenheit und der Gegenwart aus Politik, Wissenschaft, Kunst und Kultur: So die Jazzsängerin Billie Holiday, die Chansonnière Edith Piaf oder Opfer der Hexenjagd im Kalten Krieg wie Ethel Rosenberg, alle vor 100 Jahren geboren. Nicht zu vergessen die erste Computerprogrammiererin, Jahrgang 1815. Erinnert wird an die Aktivitäten der Frauenfriedensbewegung mitten im Ersten Weltkrieg. Kämpferinnen für das Recht auf menschenwürdige und gute Arbeit ist das Kleine Lexikon gewidmet. Im praktischen Anhang wie immer Aktuelles, Kulturelles, Wissenswertes zu Arbeit, Alltag und Zusammenleben, eine kleine Chronik der Frauenbewegung sowie Adressen und schlaue Tipps. Und es begleiten amüsante Sprüche und bissige Karikaturen, Fotos und Bilder durch das ganze Jahr.

Florence Hervé/Melanie Stitz (Hg.) Taschenkalender mit flexiblem Kunststoffeinband und Lesebändchen, 256 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Fotos EUR 9,95 [D] ISBN 978-3-89438-538-5

Den aktuellen Kalender bestellen.

Flora Tristan oder: Der Traum vom feministischen Sozialismus

Karl Dietz Verlag Berlin
Reihe Historische Miniaturen

»Meine Großmutter war eine merkwürdige Frau. Sie nannte sich Flora Tristan. Sie erfand eine Vielzahl sozialistischer Geschichten, unter anderem die Arbeiterunion... Wahrscheinlich konnte sie nicht kochen. Ein sozialistischer, anarchistischer Blaustrumpf!«

Autor dieser Sätze ist der Maler Paul Gauguin. Er hat seine Großmutter nicht gekannt und deren Bücher nicht gelesen, und gibt zu, Wahrheit und Dichtung hier nicht auseinanderhalten zu können.

Es gab und gibt viele Legenden um Flora Tristan, die – verfolgt und vergöttert, geliebt und gehasst – in Deutschland heute kaum noch bekannt ist.

Die französisch-peruanische Autorin, Rednerin, Kulturvermittlerin und Internationalistin, die sich von einer Paria zu einer politischen Propagandistin entwickelte, begründete theoretisch die Vereinigung von Feminismus und Sozialismus. Sie trat für die Befreiung der Frau ein und erklärte fünf Jahre vor Marx und Engels, dass sich die Arbeiter/innen nur selbst befreien können.

Flora Tristan war auch die Autorin von spannenden Werken wie "Die Notwendigkeit, Ausländerinnen gut aufzunehmen", "Fahrten einer Paria" und "Tour de France" - damals Bestseller - heute noch ein Lesegenuss.

Die Schriftstellerin hatte einen äußerst bewegten Lebensweg, - »reich an Farbigkeit wie kaum einen anderen«, befand der peruanische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa in seinem, ihr und ihrem Enkel gewidmeten Roman "Das Paradies ist anderswo".

Pressestimmen

„Florence Hervé hat in einem übersichtlichen Bändchen die Lebensgeschichte der Flora Tristan zusammengetragen. Die Biographie wird durch Texte, Tagebuchaufzeichnungen und Briefe Tristans ergänzt. Die zwischen den Kapiteln eingeschobenen Texte von Zeitgenossinnen und Zeitgenossen über die Sozialistin machen es besonders lebenswert.“ Junge welt, 7.6.2013

„Florence Hervé macht es als Herausgeberin ihren Leser*innen leicht, Flora Tristans Leben in den politischen Wirren des 19. Jahrhunderts zu verfolgen. In einer knapp 20-seitgien Einleitung liefert sie den nötigen Background, um die Erlebnisse ihrer Protagonistin verstehen und in das historische Geschehen einordnen zu können.“ Terz, April 2013

„Der französischen Autorin ist es zu verdanken, dass über Flora Tristans 41-jähriges Leben in einem kleinen Büchlein nachgelesen werden kann. Auch wichtige Schriften und Korrespondenzen von ihr sind enthalten.“ Neues Deutschland, 15.3.2013