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Flora Tristan oder: Der Traum vom feministischen Sozialismus
Autor dieser Sätze ist der Maler Paul Gauguin. Er hat seine Großmutter nicht gekannt und deren Bücher nicht gelesen, und gibt zu, Wahrheit und Dichtung hier nicht auseinanderhalten zu können.
Es gab und gibt viele Legenden um Flora Tristan, die – verfolgt und vergöttert, geliebt und gehasst – in Deutschland heute kaum noch bekannt ist.
Die französisch-peruanische Autorin, Rednerin, Kulturvermittlerin und Internationalistin, die sich von einer Paria zu einer politischen Propagandistin entwickelte, begründete theoretisch die Vereinigung von Feminismus und Sozialismus. Sie trat für die Befreiung der Frau ein und erklärte fünf Jahre vor Marx und Engels, dass sich die Arbeiter/innen nur selbst befreien können.
Flora Tristan war auch die Autorin von spannenden Werken wie "Die Notwendigkeit, Ausländerinnen gut aufzunehmen", "Fahrten einer Paria" und "Tour de France" - damals Bestseller - heute noch ein Lesegenuss.
Die Schriftstellerin hatte einen äußerst bewegten Lebensweg, - »reich an Farbigkeit wie kaum einen anderen«, befand der peruanische Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa in seinem, ihr und ihrem Enkel gewidmeten Roman "Das Paradies ist anderswo".
Pressestimmen
„Florence Hervé hat in einem übersichtlichen Bändchen die Lebensgeschichte der Flora Tristan zusammengetragen. Die Biographie wird durch Texte, Tagebuchaufzeichnungen und Briefe Tristans ergänzt. Die zwischen den Kapiteln eingeschobenen Texte von Zeitgenossinnen und Zeitgenossen über die Sozialistin machen es besonders lebenswert.“ Junge welt, 7.6.2013
„Florence Hervé macht es als Herausgeberin ihren Leser*innen leicht, Flora Tristans Leben in den politischen Wirren des 19. Jahrhunderts zu verfolgen. In einer knapp 20-seitgien Einleitung liefert sie den nötigen Background, um die Erlebnisse ihrer Protagonistin verstehen und in das historische Geschehen einordnen zu können.“ Terz, April 2013
„Der französischen Autorin ist es zu verdanken, dass über Flora Tristans 41-jähriges Leben in einem kleinen Büchlein nachgelesen werden kann. Auch wichtige Schriften und Korrespondenzen von ihr sind enthalten.“ Neues Deutschland, 15.3.2013
Frauen der Wüste
Die in diesem Band versammelten Politikerinnen, Künstlerinnen, Bäuerinnen oder Forscherinnen sind mit der Wüste auf unterschiedlichste Art und Weise zutiefst verbunden: Unter dem Sternenhimmel der Mojave ist Marta Becket in ihrem Amargosa Opera House der Star einer One-Woman-Show, Yin Yuzhen hat in aufreibender und beharrlicher Arbeit die sandige Steppe ihres Heimatortes in Grasland verwandelt und ist seitdem in China eine Berühmtheit und die Schriftstellerin und Nomadentochter Malika Mokeddem setzt sich im französischen Exil für die Rechte der Frauen in ihrem Heimatland Algerien ein.
Florence Hervé interviewte 38 Frauen, deren Biografien untrennbar mit der Wüste verbunden sind. Fotos von Thomas A. Schmidt ergänzen ihre eindringlichen Porträts und lassen eine ganz besondere Landschaft entdecken.
Interview beim WDR 5 am 8. März 2012 zu Frauen der Wüste
Fotoausstellung im Centre Culturel français in Freiburg
Veranstaltungen



Die Performerinnen Michèle Murray und Eloisha Katiyo bei der Lesung zum Buch „Frauen der Wüste" in der Düsseldorfer Galerie fiftyfifty am 16.3.2012. Copyright: Thomas A. Schmidt
Pressestimmen
„Das Besondere an dem Buch: Nicht nur die Faszination der vegetationsarmen Landschaft wird deutlich gemacht, sondern auch, was sie für das Leben der Menschen bedeutet, die mit und in ihr leben.“ Junge welt 3. Juni 2011
„Leben und Überleben in den Wüsten von vier Kontinenten – ein packender Bildband über 38 Frauen zwischen Leidenschaft und alltäglichen Schwierigkeiten. Mondkraterartige Landschaften und Geschichten, in denen die Wüste ihre Spuren hinterlassen hat.“ AvivA-online-Magazin für Frauen, Juni 2011
„Es ist eine wahre Lust, durch dieses Buch zu blättern – zu staunen und innezuhalten.“ Titel-Magazin.de, 19.8.2011
„Ein Buch zum Schwelgen, zum Staunen und Lernen, zum Immer-Wieder-In-Die-Hand-Nehmen. Einfach wunderschön!" Lesbenring-info, 2. Halbjahr 2011
„Was diesen Bildband so auszeichnet, ist, dass er LeserInnen und BetrachterInnen in die bizarre Welt der Wüsten führt und dass er starke Frauen zeigt, die sich engagiert durch Kärtnerarbeit für den Erhalt und den respektvollen Umgang mit der Wüste einsetzen.“
„Was die Autorin in Südamerika, in China und Algerien erlebt, ist so unfassbar und randvoll mit Überraschungen, dass kein noch so guter Roman es hätte besser schildern können.“ Westdeutsche Zeitung, 30. Juni 2011


